SIMBABWE

Simbabwe liegt im südlichen Afrika und grenzt an Sambia, Namibia, Botswana, Südafrika und Mosambik.

 

Bekannt ist das Land vor allem wegen den Victoria Fällen, dem Fluss Sambesi und den Steinruinen Groß-Simbabwe.

LANDESINFORMATION

Gesamtfläche (Weltrang: 59): 390 757 km²

Einwohner (Weltrang 71): 12 463 000 = 32 je km²

Hauptstadt: Harare (1 444 534 Einwohner)

Amtssprache: Englisch

Bruttonationaleinkommen 2005 je Einw.: 360 US-$

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe

LANDESGLIEDERUNG

2 Städte (Bulawayo, Harare)

8 Provinzen (Manicaland, Mashonaland Central, Mashonaland East, Mashonaland West, Masvingo, Matabeleland North, Matabeleland South, Midlands)

Harare, © PFAU
Harare, © PFAU

BEVÖLKERUNG

Bantu, davon

             ca. 77% Schona (22% Karanga, 18% Zezeru, 13% Manyiku, 12% Korekore)

             17% Ndebele


1,4% Weiße

u.a.

SPRACHEN

Englisch, Schona, Ndebele

RELIGION

50 – 80% Christen (v.a. Anglikaner, Methodisten, Katholiken)

1% Muslime u.a.;

indigene Religionen

Daten 2008; Quelle: Fischer Weltalmanach 2011; Fischer Taschenbuch Verlag


GESCHICHTE

VORKOLONIALE GESCHICHTE

  • Vor ca. 2000 Jahren wanderten Bantu ins Gebiet von Simbabwe ein
  • Mittelalter: Great Zimbabwe
  • 1873: Unterwerfung der Shona-Staaten von den Ndebele, die im Zuge der MFECANE aus dem heutigen Südafrika nach Norden wanderten

KOLONIALE HERRSCHAFT

  • 1893 erwarb Cecil J. Rhodes das Ndebeleland
  • Rhodes überließ die Förderung der Bodenschätze, das fruchtbare Land und die Nutzung der Arbeitskraft der Einheimischen den europäischen Einwanderern.
  • Nach ihm benannt, entstand im Binnenland des südlichen Afrika die Kolonie Rhodesien, die 1911 in NORDRHODESIEN (heute SAMBIA) und SÜDRHODESIEN, das heutige Simbabwe, geteilt wurde.
  • Landgesetz von 1930: Landbesitz und damit die fruchtbarsten Regionen des Landes waren weißen Kolonisten vorbehalten. Die Landwirtschaft der afrikanischen Ureinwohner wurde in unfruchtbare Regionen verdrängt.

FÖDERATION VON RHODESIEN UND NJASSALAND

  • Vom 1. August 1953 bis zum 31. Dezember 1963 war das Gebiet des heutigen Simbabwe (damals SÜDRHODESIEN ) zusammen mit den ehemaligen britischen Kolonien NORDRHODESIEN (heute SAMBIA) und Njassaland (heute MALAWI) Teil der Föderation von Rhodesien und Njassaland.
  • Von 1964 bis 1965 blieb SÜDRHODESIEN weiterhin britische Kolonie.

EINSEITIGE UNABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

  • Während im benachbarten Nordrhodesien und Njassaland schwarzafrikanische Mehrheitsregierungen die Macht ergriffen, erklärte – stark ermutigt von der an einer Apartheid-Politik interessierten südafrikanischen Regierung – eine weiße Minderheitsregierung unter IAN SMITH am 11. November 1965 einseitig die Unabhängigkeit als „RHODESIEN“, das zunächst innerhalb der Monarchie unter der Krone verblieb.
  • Die britische Regierung hatte sich den Unabhängigkeitsbestrebungen wegen der unzureichenden politischen Beteiligungsmöglichkeiten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung in der Kronkolonie entgegengesetzt und erklärte demzufolge diesen Schritt für illegal.
  • Der 1963 gegründete Geheimdienst Central Intelligence Organisation (CIO), dem bis heute die Verfolgung von Oppositionellen vorgeworfen wird, wurde beibehalten.

JÜNGERE GESCHICHTE

  • 1972: Bürgerkrieg
  • 1980: Amtsantritt Robert Mugabes
  • 1982: Regierungskrise – Ausbrechen der Gukurahundi zwischen ZAPU-Unterstützern (sog. Dissidents) im Ndebele-sprachigen Landesteil und der herrschenden ZANU
  • ab 1991 „Strukturanpassungesprogramm“: größere Marktorientierung
  • 2000: Ablehnung des Verfassungsentwurfes durch die Bevölkerung
  • 2000: gewaltsame und chaotisch durchgeführte Landreform
  • weitgehend gefälschte Wahlen
  • Operation Murambatsvina (Shona für Müllentsorgung) seit 2005: Zerstörung von Stadtvierteln mit mehrheitlich Oppositionsanhängern
  • Suspensation aus dem Commonwealth of Nations
  • Wahlen 2008: Stichwahl (nur Mugabe angetreten)
  • Choleraepidemie 2008
  • Bildung einer Einheitsregierung zwischen ZANU-PF (Robert Mugabe) und MDC (Morgan Tsvangirai)
  • Wahlen 2013: Mugabe (inzwischen 89 Jahre alt) als Staatspräsident wieder gewählt

Quelle:  http://de.wikipedia.org